Start Schulfächer Evangelische Religion

flagge_evangreligionEvangelische Religion

Schulinternes Curriculum Evangelische Religion gemäß der Lehrplananpassungen für das Gymnasium – Sekundarstufe I (G 8) in Nordrhein-Westfalen
Evangelische Religionslehre im 8-jährigen Bildungsgang des Gymnasiums

Die nachfolgenden Hinweise beziehen sich auf das Bezugsdokument:

1. Wir arbeiten mit folgenden Unterrichtswerken:

  • SEK 1: Kursbuch Religion
  • SEK II: Perspektiven Religion, Akzente Religion
  • Hinzu kommen zahlreiche Fachartikel, Zeitschriftenbeiträge, theolog. Abhandlungen etc

2. Themenbereiche des Faches in SI und S II
Viele Schüler und Schülerinnen suchen nach Orientierung in ihrem Leben. Viele Jugendliche suchen nach Konzepten  zur Lebensgestaltung, nach ethischen Maßstäben im Umgang mit Natur und Technik und nach begründeten Positionen im verantworteten Umgang mit Staat, Kirche und  Gesellschaft.
Der Religionsunterricht begleitet sie bei diesem Nachdenken und in ihrer  Suche. Er unterstützt sie darin, angesichts zahlreicher Angebote alter und neuer Religiosität eine eigenständige Urteilsfähigkeit zu entwickeln. Dabei bilden das interkulturelle  Gespräch und die Auseinandersetzung mit dem überlieferten christlichen Glauben  notwendige Voraussetzungen. Außerdem werden die christlichen Elemente in der abendländischen Kunst und Kultur ( „des christlichen Abendlandes“) aufgedeckt und bearbeitet.

Das heißt praktisch, dass im Relgionsunterricht die Auseinandersetzung mit folgenden Inhalten stattfindet :

  • Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler, ihre persönliche Erfahrungen mit Religion und Glauben und Erfahrungen, die dem Glauben entgegenstehen
  • Christliche Traditionen und Überlieferungen ( Altes und Neues Testament)
  • Grundzüge und Geschichte des christlichen Glaubens
  • Ethische Urteils – und Handlungsfähigkeit
  • Grundfragen menschlichen Lebens
  • Die Auseinandersetzung mit religiösen Erfahrungen christlicher und nicht christlicher Prägung
  • Kennenlernen der nicht christlichen Religionen und die Auseinandersetzung mit
  • Ideologien und religiösen Strömungen ( Esoterik, Sekten)
  • Förderung von Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit
  • Bewahrung der Schöpfung und  Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit
  • Ökumene und die eine Welt


Der evangelische Religionsunterricht  in der SEK I orientiert sich gemäß der Richtlinien an acht Leitlinien, die jeweils in den Doppeljahrgangsstufen 5/6, 7/8 , sowie ergänzend in Jgst 9  zu thematisieren sind :

  1. Gott suchen – Gott erfahren
  2. Jesus und seiner Botschaft begegnen
  3. Wirklichkeit deuten – prophetisch reden und handeln
  4. In der Schöpfung mit der Schöpfung leben
  5. Als Ebenbild Gottes handeln
  6. Aus Hoffnung leben
  7. Kirche als Gemeinschaft erfahren – um Kirche streiten
  8. Wege nach Jerusalem gehen

Die Richtlinien benennen folgende  Inhalte als obligatorisch:
Jgst  5/6: Zweifel und Glaube - Abraham
Jesus in seiner Zeit und Beispiele heutiger Nachfolge
Der biblische Glaube an Gott den Schöpfer und heutiger Umgang mit der Schöpfung
Die ersten Gemeinden - das Christentum breitet sich aus. - Wie begegnen uns
Gemeinden heute?

Jgst 7/8: Einer der alttestamentlichen Schriftenpropheten in Verbindung mit einer aktuellen Problematik
Stationen, Wirkungen und Entscheidungen Luthers
Jerusalem, die Stadt der Religionen - Verheißung und Wirklichkeit

Jgst 9: Die Bergpredigt und ihre gegenwärtige Wirklichkeit
Der Mensch als Ebenbild Gottes - Einsatz für Menschen am Rande der Gesellschaft
Die verbindlichen Inhalte sind in einer Unterrichtsreihe von mindestens 10 Unterrichtsstunden zu erarbeiten.

In der Unterrichtspraxis werden die Leitlinien, Intentionen und verbindlichen Inhalte in der Regel miteinander kombiniert.

Unterrichtsinhalte Klasse 5/6

  1. Die Bibel als Buch
  2. Zweifel und Glaube – Abraham  - Abraham „Ursprung dreier Religionen“
  3. Jesus in seiner Zeit und Beispiele heutiger Nachfolge
  4. Die jahwistische und priesterschriftliche Schöpfungserzählung und heutiger Umgang mit der Schöpfung
  5. Die ersten Gemeinden – das Christentum breitet sich aus – wie begegnen uns Gemeinden heute?
  6. Bilder von Gott
  7. Aus der Geschichte Israels: Erzählungen von Jakob, Mose, David
  8. Menschen brauchen einander
  9. Evangelisch – katholisch
  10. Christliche/jüdische/muslimische Feste
  11. Wahrheit und Lüge  - Regeln für den Umgang miteinander (Gebote)
  12. Vom Umgang mit Fremden ( Buch Rut)

Unterrichtsinhalte Jgst  7 und 8

  1. Ein atl. Schriftprophet in Verbindung mit einer aktuellen Problematik
  2. Martin Luther – Stationen. Entscheidungen, Wirkungen
  3. Die monotheistischen Religionen – Entstehung – Alltag / Jerusalem : Stadt der Religionen – Verheißung und Wirklichkeit
  4. Wunderberichte in den Evangelien
  5. Franz von Assis – ein Leben in der Nachfolge Jesu  - Aktualisierungen
  6. Glaube und Aberglaube
  7. Träume, Ängste, Konflikte von Jugendlichen (auch Pubertät, Orientierung, erste Liebe etc)
  8. Verantwortung von Christen in der Welt – Ökumene – Leben in der einen Welt
  9. Vom Umgang mit Unfriede und Gewalt

Unterrichtsinhalte Jgst 9
Entsprechend der Vorgaben zur Lehrplananpassung ist „bei der Sequenzbildung  darauf zu achten, dass die Leitlinien, die in den Jahrgangsstufen 7/8 ggf. noch nicht berücksichtigt worden sind, in die Entscheidungen für die Jahrgangsstufe einbezogen werden, so dass die Obligatorik für die Jahrgangsstufen 7/8/9 erfüllt wird“.

  1. Der Mensch als Ebenbild Gottes – Einsatz für Menschen am Rande der Gesellschaft / ethische Fragestellungen z.B. in Bezug auf Gen – und Reproduktionstechnologie/ Menschenrechte – Menschenwürde (Obligatorik)
  2. Auf der Suche nach Gewaltlosigkeit und Frieden – die Bergpredigt und ihre gegenwärtige Bedeutung (Obligatorik)
  3. „Du sollst nicht töten“  Das fünfte Gebot auf dem Prüfstand.......
  4. Glauben ja – Kirche nein ?
  5. Auseinandersetzung mit Okkultismus, Esoterik und Sekten
  6. Freundschaft, Liebe , Sexualität
  7. Tod und Auferstehung
  8. Die Kirche im Nationalsozialismus
  9. Ökumene weltweit

Projekte: in verschiedenen Jahrgangsstufen:

  • Vorbereitung von ökumenischen Schulgottesdiensten
  • Projekte zur  „Einen Welt“ , zu Frieden, Migration etc

Fächerübergreifener Unterricht:
Nach Möglichkeit und in Absprache mit anderen Fächern:

  • z.B. mit Geschichte zu Reformation, Geschichte des Judentum und des Islam,
  • mit Biologie: Sexualerziehung,
  • mit Erdkunde im Bereich Ökumene und Globalisierung
  • mit Politik zu Rassismus, Kriminalität, sozialen Randgruppen

Problem: die Gruppen in ER setzen sich aus drei bis vier unterschiedlichen Klassen zusammen, sodass eine Zusammenarbeikt mit anderen Fachlehrern nur punktuell erfolgen kann.

SEK II
Die Richtlinien in der SEK II haben incl. der Obligatorik nach wie vor Gültigkeit,
Allerdings zeigen sich jeweils entsprechend der Vorgaben für das Zentralabitur Abweichungen und unterschiedliche Priorisierungen.
Daher handelt es sich im Folgenden um eine jeweils zu aktualisierende Rahmenübersicht.

10.1  Was ist Religion? Konstituierende Elemente, Relisionssoziologie und erste Ansätze von – kritik, Weltreligionen im Überblick Christen, Juden und Moslems in Dialog und Trialog Begegnung mit Buddhismus, Hindusismus und Taoismus, weitere religiöse Gruppierungen,  Möglichkeiten des interreligiösen Dialoges  
Auf der Suche nach der eigenen (religiösen) Identität , Spiritualität, Glauben, Glauben und Wissen – Naturwissenschaft und Religion

10.2 Anthropologie und Ethik – Menschsein in heilsgeschichtlicher Sicht
Grundbegriffe und -modelle christlicher Ethik, Frage nach dem Sinn

11.1 Christologie – Zuspruch und Anspruch Jesu Christi
Reich – Gottes – Verkündigung Jesu, Tod und Auferstehung Jesu
-  konkurrierende Deutungen
Methoden der Bibelauslegung: z.B.  historisch – kritische Methode und weitere in Auswahl

11.2 Wege des Redens von Gott
Christliche Antworten auf die Gottesfrage, Gottesbilder in AT und NT, relgionskritische Rede von Gott, die Theodizeefrage (Hiob) , Möglichkeiten des Redens von Gott

12.1 Ursprung, Auftrag, Wirklichkeit und Visionen von Kirche,
Kirchl. Reaktionen auf krisenhafte Herauforderungen (z.B. Barmer Theologische Erklärung, Sozialwort der Kirchen) Kiche und Gerechtigkeit, Zukunft der Kirche

12.2  Eschatologie – Verheißung und Erfüllung   
Welt – und Geschichtsverständnis aus christlicher Hoffnung, Utopien

3. bevorzugte Arbeitsformen
Das zentrale methodische Ziel ist es, die Jugendlichen zu eigenverantwortlichem Arbeiten zu befähigen, wobei sich die Methodenauswahl an den jeweiligen Themen orientieren muss.
Besonders geeignete Verfahren in diesem Zusammenhang sind:
Unterrichtsgespräch
Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit
- Referate und Vorträge
-  Rollenspiele, Interviews
- Diskussionsrunden / z.B. Fishbowl)
Freiarbeit
kreative Formen
projektorientiertes Verfahren
-  Interpretationen ( Texte, Musik, Bilder, Grafiken)
Formen des Umgangs mit Texten und anderen Medien
Formen mündlicher und schriftlicher Darbietung und Dokumentation
Aktionsformen (z. B. Vorbereitung von Exkursionen, Gottesdiensten u. a.)
- Internetrecherche
- Präsentation von Ergebnissen / z.B. per Powerpoint

4. Einsatz von Medien:
Arbeit mit

  • Texten,
  • Grafiken, Bildern,
  • Plakaten
  • Liedern, Kompositionen
  • Internetrecherche
  • Filmen, Videos
  • Reportagen
  • Ganzschriften

5. Was wir erwarten:

  • Offenheit in der Auseinandersetzung  mit anderen Meinungen und Einstellungen, auch eigenen Urteilen und Vorurteilen
  • Dialogbereitschaft  und - fähigkeit
  • Mitarbeit und Beteiligung am Unterricht
  • Eigenverantwortliches Erarbeiten von Aufgabenfeldern

6. Bewertung:
a.  in der Sekundarstufe I:
Die Mitarbeit im Unterricht ist von entscheidender Bedeutung. Dabei zählen sowohl die fachliche Qualität als auch die Quantität, die Bereitschaft zu Dialog und Teamarbeit, die Qualität und Vollständigkeit von gestellten Hausaufgaben, des Heftes bzw. der Religionsmappe und Referaten,  sowie ein sachgerechter Umgang mit den Lerngegenständen. Eine schriftliche oder mündliche Überprüfung des Lernstoffes ist möglich.

b. in der Sekundarstufe II:
Über das für die Sekundarstufe I bereits Beschriebene hinaus werden von denjenigen,   Schülern, die beabsichtigen, das Fach als Abiturfach zu wählen, Klausuren geschrieben. Eine gute Mitarbeit im Unterricht setzt voraus, dass eine Vorbereitung auf den Unterricht durch Textbearbeitung, Internetrecherchen etc. sorgfällig durchgeführt wird. Dazu kommen eigenständig erarbeitete Referate und Stellungahmen.

7. Besondere Angebote

  • Projekte ( siehe oben),
  • Exkursionen zu unterschiedlichen religiösen Institutionen und Stätten,
  • Besuch von Kirchen und kirchl. Einrichtungen
  • Besuch von Moscheen, der Synagoge, buddhistischen Zentren etc
  • Teilnahme an und Gestaltung von  Gottesdiensten
 

Grundschule

Anmeldung der 5er für das Schuljahr 2012/2013

13. Februar bis zum 02. März 2012

  • 8 Uhr bis 13 Uhr im Sekretariat
  • Nachmittagstermine nach tel. Absprache (0221/3558865-0)